Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken

Verpflichtungserklärungen der Länder zur Umsetzung des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken 2021 bis 2027

1.    Einleitung

1.1.    Zielstellung des Zukunftsvertrags

Die Regierungschefinnen und ¬†chefs von Bund und L√§ndern haben am 6. Juni 2019 den Zukunftsvertrag Studium und Lehre st√§rken beschlossen. Mit dem Zukunftsvertrag als strategische Nachfolge des Hochschulpakts 2020 verbessern Bund und L√§nder gemeinsam die Qualit√§t von Studium und Lehre und erhalten bedarfsgerecht die Studienkapazit√§ten an den Hochschulen in Deutschland ‚Äď fl√§chendeckend und dauerhaft.

Mit dem Zukunftsvertrag werden Studium und Lehre erstmals dauerhaft im Rahmen eines Bund-L√§nder-Programms gef√∂rdert, das in die Breite der deutschen Hochschullandschaft wirkt. Die damit geschaffene Planungssicherheit erleichtert den Ausbau dauerhafter Besch√§ftigungsverh√§ltnisse in der akademischen Lehre. Die Umsetzung des Zukunftsvertrags tr√§gt dabei der Vielfalt der Hochschullandschaft Rechnung und soll die internationale Wettbewerbsf√§higkeit des Studienstandorts Deutschland sichern sowie die Anziehungskraft auf zuk√ľnftige Fachkr√§fte aus aller Welt steigern.¬†


1.2.    Verpflichtungserklärungen der Länder

Je nach Land stellen sich die Herausforderungen in Studium und Lehre unterschiedlich dar. Alle sieben Jahre werden daher die Verpflichtungserkl√§rungen der L√§nder nach Konsultationen mit dem Bund durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz zur Kenntnis genommen, in denen die einzelnen L√§nder ihre l√§nderspezifischen Schwerpunkte und Ma√ünahmen im Rahmen des Zukunftsvertrags festgelegt haben. Darin verdeutlicht jedes Land, welche strategischen Ans√§tze es bei der Verwendung der Mittel aus dem Zukunftsvertrag ‚Äď im Folgenden bis zum Jahr 2027 ‚Äď verfolgt und unterlegt diese mit passenden Ma√ünahmen. Die Mittel sind zweckgebunden f√ľr Ma√ünahmen entsprechend diesen Verpflichtungserkl√§rungen. Die Schwerpunkte sind mit qualitativen bzw. quantitativen Indikatoren unterlegt. Die Komplexit√§t der Hochschulentwicklung erfordert es, einzelne Ziele und daraus abgeleitete Ma√ünahmen nicht losgel√∂st vom Gesamtsystem Hochschule zu betrachten.

Unter Beachtung der verfassungsrechtlichen Zust√§ndigkeit der L√§nder f√ľr die Hochschulen konnte der Bund im Rahmen des Konsultationsverfahrens zur Erstellung der Verpflichtungserkl√§rungen der L√§nder Empfehlungen abgeben und √Ąnderungen der Entw√ľrfe anregen. Dadurch konnten Bund und L√§nder ihre Einflussm√∂glichkeiten auf die einzelnen Verpflichtungserkl√§rungen im Sinne einer Zusammenf√ľhrung in das Gesamtkonzept des Programms nutzen.

Die L√§nder haben mit den Verpflichtungserkl√§rungen eine hohe Transparenz hinsichtlich ihrer Hochschulentwicklungsplanungen im Zukunftsvertrag √ľber die n√§chsten sieben Jahre bis 2027 hergestellt. In Verbindung mit dem erweiterten Berichtswesen und der damit verbundenen finanziellen Transparenz, die den Umsetzungsprozess begleiten, wird den Informationsbed√ľrfnissen Dritter umfassend Rechnung getragen. Durch die l√§nderspezifischen Verpflichtungserkl√§rungen sowie das Konsultationsverfahren im Zukunftsvertrag wird eine kooperative L√∂sung f√ľr die gesamtstaatliche Herausforderung der nachhaltigen Sicherung des akademisch ausgebildeten Fachkr√§ftenachwuchses f√ľr Deutschland umgesetzt. Gemeinsam wird die finanzielle Verantwortung von Bund und L√§ndern auf diese Weise den Wissenschaftsstandort Deutschland als Ganzes nachhaltig st√§rken und seine internationale Wettbewerbsf√§higkeit verbessern.


2.    Inhalte der Verpflichtungserklärungen

2.1.    Ausgangslage

Die L√§nder beschreiben die individuelle Ausgangslage ihres jeweiligen Hochschulsystems und leiten aus dieser ihre spezifischen Herausforderungen in Studium und Lehre ab. Die Ausgangslage umfasst u. a. eine Beschreibung der Hochschullandschaft und des Studienangebots, Finanzierung und Planungssicherheit f√ľr die Hochschulen, durchgef√ľhrte Reformen, Hochschulautonomie / Hochschulfreiheit und Aussagen zum Mischparameter des Zukunftsvertrags. Als Herausforderungen nennen die L√§nder insbesondere:

  • den bedarfsgerechten Erhalt der mit Hochschulpaktmitteln aufgebauten bzw. gehaltenen Studienkapazit√§ten,
  • die Verbesserung der Qualit√§t von Studium und Lehre,
  • die Betreuungssituation der Studierenden an den Hochschulen,
  • die zunehmende Heterogenit√§t der Studierenden,¬†
  • die Besch√§ftigungsbedingungen an den Hochschulen insbesondere im Hinblick auf Befristungen von Besch√§ftigungsverh√§ltnissen,
  • die Auswirkungen des demographischen Wandels in den L√§ndern oder einzelnen Landesteilen,
  • den Fachkr√§ftemangel (Anpassungsbedarf der Studienangebote an die Nachfrage),
  • Gleichstellung und Gender Mainstreaming an den Hochschulen und
  • den digitalen Wandel in Studium und Lehre.


2.2.    Schwerpunkte und Maßnahmen

2.2.1.    Personalmaßnahmen

F√ľr die Erreichung der beiden zentralen Ziele des Zukunftsvertrags ‚Äď bedarfsgerechter Kapazit√§tserhalt und Qualit√§tsverbesserung von Studium und Lehre ‚Äď ist in hohem Ma√üe Personal n√∂tig: So soll der Erhalt der Studienkapazit√§ten ‚Äď auch solchen, die in den vergangenen Jahren mit dem Hochschulpakt aufgebaut wurden ‚Äď vor allem durch Erhalt bzw. Verstetigung von Lehrpersonal sichergestellt werden. Daf√ľr wenden die L√§nder unterschiedlich gro√üe Anteile der Mittel aus dem Zukunftsvertrag auf. Auch die Ma√ünahmen zur Qualit√§tsverbesserung in Studium und Lehre erfordern die Weiterbesch√§ftigung bestehenden oder die Einstellung neuen Personals.

Um die Ziele des Zukunftsvertrags zu erreichen, setzen die L√§nder gem√§√ü Verwaltungs-vereinbarung einen Schwerpunkt insbesondere beim Ausbau von dauerhaften Besch√§ftigungsverh√§ltnissen des hauptberuflichen wissenschaftlichen und k√ľnstlerischen, mit Studium und Lehre befassten Personals an Hochschulen. Dies spielt entsprechend in allen Verpflichtungserkl√§rungen eine gro√üe Rolle: So werden mehr Dauerstellen in Studium und Lehre und die Verbesserung der Besch√§ftigungsbedingungen des Personals, beispielsweise durch Steigerung des Anteils unbefristeter Besch√§ftigung, als wichtige Aspekte der Umsetzung genannt. Auch die Schaffung zus√§tzlicher Professuren wird von mehreren L√§ndern angestrebt.

Bei den in den Verpflichtungserkl√§rungen genannten Personalma√ünahmen kommt Gleichstellungsaspekten eine gro√üe Bedeutung zu. In einigen Verpflichtungserkl√§rungen wird ein bestimmter Frauenanteil an Professuren, an zu besetzenden Dauerstellen oder am gesamten wissenschaftlichen und k√ľnstlerischen Personal angestrebt, in anderen wird auf hochschulindividuelle Zielzahlen oder die Anwendung des Kaskadenmodells verwiesen. Auch weitere Gleichstellungsma√ünahmen, wie Ma√ünahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. wissenschaftlicher Karrieren, sollen durchgef√ľhrt werden.


2.2.2.    Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen

Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre st√§rken hat neben dem bedarfsgerechten Erhalt der Studienkapazit√§t zum Ziel, gute Studienbedingungen in der Breite der deutschen Hochschullandschaft zu schaffen. Die Mehrheit der L√§nder sieht in diesem Kontext Ma√ünahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des Studiums vor. Dabei werden die Mittel des Zukunftsvertrages u.a. genutzt, um aufgebaute Strukturen zur Qualit√§tssicherung und zur Verbesserung der Studienbedingungen weiterzuentwickeln und abzusichern. Inhaltlich liegt dabei in vielen L√§ndern ein besonderer Fokus auf der Attraktivit√§t der Hochschulen und auf der Sicherstellung des aktuellen und zuk√ľnftigen Fachkr√§ftebedarfs.

Damit einhergehend streben die L√§nder eine Verbesserung der Betreuungsverh√§ltnisse bzw. -situation f√ľr die Studierenden an. Hierzu z√§hlen neben dem Ausbau an unbefristeten Besch√§ftigungsverh√§ltnissen beispielhaft auch die Senkung der Lehrauftragsquoten, die Anhebung der Curricularnormwerte zur Kapazit√§tsberechnung oder die Weiterentwicklung von Beratungs- und Betreuungsangeboten f√ľr Studierende.

Jedoch gibt es auch bei guten Betreuungssituationen in einigen Studienbereichen (z.B. in manchen Ingenieurwissenschaften) einen √ľberproportionalen Schwund von Studierenden vor dem Abschluss. So vielf√§ltig wie die Gr√ľnde f√ľr diesen Schwund sind, so vielf√§ltig sind die Ma√ünahmen, die in den L√§ndern im Rahmen des Zukunftsvertrags zur Sicherung des Studienerfolgs und zur Vermeidung von Studienabbr√ľchen umgesetzt werden. Sie reichen √ľber den gesamten student life cycle hinweg – von der Etablierung eines Erwartungsmanagements und Verbesserung von Auswahlverfahren vor dem Studium √ľber studienbegleitende Unterst√ľtzungsma√ünahmen bis hin zu einem Studienverlaufmonitoring und Absolventenbefragungen.


2.2.3.    Weitere Maßnahmen

Zur Erreichung der Ziele des Zukunftsvertrages und zur Umsetzung der l√§nderspezifischen Schwerpunkte sollen die Mittel des Zukunftsvertrages entsprechend den Verpflichtungserkl√§rungen der L√§nder auch f√ľr weitere Ma√ünahmen eingesetzt werden.

Mit dem Ziel der Verbesserung der Durchl√§ssigkeit und der √úberg√§nge im Bildungsbereich soll beispielhaft durch ein verst√§rktes Angebot von Vor ¬†und Br√ľckenkursen oder von Orientierungsmodulen die Studieneingangsphase unterst√ľtzt werden, um den √úbergang von der Schule beziehungsweise aus der Praxis zur Hochschule zu erleichtern. Dadurch soll auch bisher unterrepr√§sentierten Gruppen der Zugang zur Hochschule ge√∂ffnet und eine f√§cher√ľbergreifende Orientierung der Studierenden erm√∂glicht werden, um dadurch auch den Studienerfolg zu steigern.

Auch die F√∂rderung der Internationalisierung an den Hochschulen ist ein von einigen L√§ndern verfolgtes Teilziel. Studienangebote sollen so gestaltet und weiterentwickelt werden, dass sie eine √Ėffnung gegen√ľber der globalisierten Arbeits ¬†und Lebenswelt erm√∂glichen und die Anforderungen an Mehrsprachigkeit sowie Interkulturalit√§t ber√ľcksichtigen.

Viele L√§nder wollen die Mittel des Zukunftsvertrages verst√§rkt und gezielt auch f√ľr Digitalisierungsma√ünahmen einsetzen. Die Bandbreite der geplanten Ma√ünahmen ist vielf√§ltig. Sie reicht von der Einrichtung neuer ‚ÄěDigitalisierungsprofessuren‚Äú beziehungsweise Professuren mit dem Schwerpunkt Digitale Lehre √ľber den Auf ¬†beziehungsweise Ausbau hochschul√ľbergreifender Kompetenznetzwerke f√ľr Digitale Lehre, die Digitalisierung von Studierenden-Verwaltungsprozessen bis hin zur Etablierung von modularisierten Online-Kursen f√ľr Studierende zum Erwerb digitaler Kernkompetenzen. Die L√§nder und Hochschulen f√∂rdern mit verschiedenen Ma√ünahmen die Digitalisierung in der Hochschulbildung und nutzen die M√∂glichkeiten der Digitalisierung gezielt f√ľr Qualit√§tssteigerungen in Studium und Lehre.

Einige L√§nder nutzen in ihren Verpflichtungserkl√§rungen die im Zukunftsvertrag er√∂ffnete M√∂glichkeit der Schwerpunktsetzung in bestimmten F√§chergruppen. Diese Schwerpunktsetzungen sind in die jeweiligen vom Land verfolgten hochschulpolitischen und hochschulplanerischen Prozesse integriert. Insbesondere die Lehramtsstudieng√§nge sowie der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) beziehungsweise die Ingenieurwissenschaften werden besonders hervorgehoben und mit Ma√ünahmen untersetzt. Durch Personalaufstockungen, Modellstudieng√§nge und besondere Kooperationsformen f√ľr das Lehramtsstudium sowie weitere, hochschulspezifische Ma√ünahmen soll die Qualit√§t der Lehramtsausbildung erh√∂ht werden. Durch beispielsweise regionale MINT-Netzwerke werden gemeinsame Aktivit√§ten zur Nachwuchsf√∂rderung und Fachkr√§ftesicherung in dieser F√§chergruppe gef√∂rdert. Durch Informations- und Unterst√ľtzungsangebote zur Gewinnung und Begleitung von Studierenden werden die MINT-F√§cher oder die Ingenieurwissenschaften gezielt unterst√ľtzt; bereits eingeleitete Ma√ünahmen sollen zudem verstetigt werden. Dabei stehen oftmals insbesondere auch weibliche Studieninteressierte und Studierende im Fokus der Ma√ünahmen und Angebote. Auch die Verbesserung der Durchl√§ssigkeit zwischen ingenieurwissenschaftlichen Studieng√§ngen ist eines der hier verfolgten Ziele.


3.    Weiteres Verfahren

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat die Verpflichtungserkl√§rungen der L√§nder in ihrer Sitzung am 26. Juni 2020 zur Kenntnis genommen. Sie gelten f√ľr den Zeitraum 2021 bis 2027.

W√§hrend der Laufzeit sind Anpassungen durch die L√§nder entsprechend dem in der Verwaltungsvereinbarung festgelegten Verfahren m√∂glich, die Laufzeit bleibt dadurch unber√ľhrt. Das Verfahren zur Erstellung der Verpflichtungserkl√§rungen wiederholt sich jeweils im letzten Jahr ihrer Laufzeit, zuerst im Jahr 2026. Erfahrungen aus den auslaufenden Verpflichtungserkl√§rungen sowie aus der Berichterstattung und der erstmals 2025 durchzuf√ľhrenden Evaluation sind dabei zu ber√ľcksichtigen.
 

Verpflichtungserklärungen der Länder

Die Verpflichtungserklärungen der einzelnen Länder können unter folgenden Links abgerufen werden:

Baden-W√ľrttemberg (Verpflichtungserkl√§rung)

Bayern (Verpflichtungserklärung)

Berlin (Verpflichtungserklärung)

Brandenburg (Verpflichtungserklärung)

Bremen (Verpflichtungserklärung)

Hamburg (Verpflichtungserklärung)

Hessen (Verpflichtungserklärung)

Mecklenburg-Vorpommern (Verpflichtungserklärung)

Niedersachsen (Verpflichtungserklärung)

Nordrhein-Westfalen (Verpflichtungserklärung)

Rheinland-Pfalz (Verpflichtungserklärung)

Saarland (Verpflichtungserklärung)

Sachsen (Verpflichtungserklärung)

Sachsen-Anhalt (Verpflichtungserklärung)

Schleswig-Holstein (Verpflichtungserklärung)

Th√ľringen (Verpflichtungserkl√§rung)

 

Hintergrundinformation zum ‚ÄěZukunftsvertrag Studium und Lehre st√§rken‚Äú als Nachfolge des Hochschulpakts


Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 3. Mai 2019 die neue Bund-L√§nder-Vereinbarung ‚ÄěZukunftsvertrag Studium und Lehre st√§rken‚Äú verabschiedet. Mit dem Zukunftsvertrag verbessern Bund und L√§nder gemeinsam die Qualit√§t von Studium und Lehre und erhalten bedarfsgerecht die Studienkapazit√§ten in Deutschland ‚Äď und zwar ab dem Jahr 2021 auf Dauer. Von besseren Studienbedingungen und einer h√∂heren Lehrqualit√§t an allen Hochschulen werden fast drei Millionen Studierende profitieren.

Der Zukunftsvertrag gew√§hrleistet den bedarfsgerechten Erhalt der Studienkapazit√§ten, eine hohe Qualit√§t von Studium und Lehre sowie finanzielle Planungssicherheit f√ľr die Hochschulen. Durch die dauerhafte F√∂rderung ab dem Jahr 2021 kann insbesondere der Ausbau unbefristeter Besch√§ftigungsverh√§ltnisse des mit Studium und Lehre befassten Personals an den Hochschulen unterst√ľtzt werden. Darin sehen Bund und L√§nder einen wesentlichen Faktor f√ľr die Verbesserung der Qualit√§t von Studium und Lehre. Dies ist ein ausdr√ľckliches Ziel des Zukunftsvertrags.

Der Bund stellt von 2021 bis 2023 j√§hrlich 1,88 Mrd. Euro und ab dem Jahr 2024 dauerhaft j√§hrlich 2,05 Mrd. Euro bereit. Die L√§nder stellen zus√§tzliche Mittel in derselben H√∂he bereit, sodass durch den Zukunftsvertrag bis 2023 j√§hrlich eine gemeinsame Milliardeninvestition in H√∂he von rund 3,8 Mrd. Euro und ab 2024 j√§hrlich insgesamt 4,1 Mrd. Euro zur F√∂rderung von Studium und Lehre zur Verf√ľgung stehen wird.

Die Verteilung der Bundesmittel auf die Länder erfolgt bedarfsgerecht und transparent anhand von kapazitäts- und qualitätsorientierten Parametern wie der Zahl der Studierenden, der Absolventinnen und Absolventen sowie der Studienanfängerinnen und -anfänger. Die Verteilung wird jährlich neu berechnet.

Durch √úbergangsregelungen wird sichergestellt, dass es zu keinem zu starken Bruch beim Wechsel vom Hochschulpakt 2020 zum Zukunftsvertrag kommt und die Studienkapazit√§ten an den Hochschulen bedarfsgerecht erhalten bleiben. Die Umsetzung der Nachfolgevereinbarung wird der Vielfalt der Hochschullandschaft Rechnung tragen. Alle sieben Jahre werden von den L√§ndern in einem ‚ÄěKonsultationsverfahren‚Äú mit dem Bund l√§nderspezifische Schwerpunkte und Ma√ünahmen der Umsetzung in¬†Verpflichtungserkl√§rungen¬†festgelegt und dabei auch l√§nder√ľbergreifende Herausforderungen in den Blick genommen. Der Wissenschaftsrat wird den Zukunftsvertrag regelm√§√üig evaluieren.

Der von der GWK in der Nachfolge des Hochschulpakts 2020 getroffenen Vereinbarung haben die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern am 6. Juni 2019 zugestimmt.

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