28. September 2020

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Interessante Links zur Digitalisierung der Hochschullehre. Welche Institutionen, Projekte und Initiativen gibt es überhaupt?

e-teaching

Wie können digitale Technologien die Lehre, das Lernen und die Organisation des Studienbetriebs an Hochschulen verbessern? Diese Frage beschäftigt seit 2003 die Redaktion des öffentlich geförderten Informationsportals e-teaching.org.

Inhalte & Ziele

e-teaching.org bietet wissenschaftlich fundierte und aktuelle Informationen zu didaktischen, technischen und organisatorischen Aspekten von E-Learning und richtet sich in erster Linie an E-Learning-Verantwortliche und Lehrende an Hochschulen im deutschsprachigen Raum. In unterschiedlichen Formaten wie Grundlagenartikeln, Langtexten, Glossareinträgen, Erfahrungsberichten und Online-Events bietet es sowohl Einsteigerinnen und Einsteigern als auch Expertinnen und Experten Anknüpfungspunkte für die eigenen E-Learning-Aktivitäten – vom Medieneinsatz im Lehralltag bis hin zur Planung und Durchführung umfassender Maßnahmen. Dabei wird das Potenzial von digitalen Medien in der Hochschullehre aufgezeigt, jedoch Hürden und Herausforderungen nicht ausgeblendet.

Die Inhalte werden fortlaufend erweitert und aktualisiert. Regelmäßige Themenspecials rücken neue Trends in den Fokus. Links und Verweise auf externe Materialien werden stets kommentiert, wobei die Auswahl durch Qualität und Adäquatheit hinsichtlich der Zielgruppe und des Anwendungszwecks bestimmt wird. Ziel des Angebots von e-teaching.org ist es, zum einen die selbst organisierte Weiterbildung zum Thema E-Teaching und E-Learning einzelner Dozierender zu unterstützen, zum anderen kann das Portal als Hilfsmittel bei der Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen an Hochschulen genutzt werden.

Projektstruktur & Finanzierung

Das Qualifizierungsportal e-teaching.org wird am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen redaktionell betreut und auf der Basis formativer Evaluationsmaßnahmen weiter entwickelt. Träger des IWM ist die gemeinnützige, privatrechtliche Stiftung “Medien in der Bildung”.

Quelle: e-teaching.org

Bertelsmann Stiftung

Gastkommentar: 1% für EdTech in Deutschland

Unter dem Titel „Beauty statt Bildung“ veröffentlichte ich vor knapp zwei Jahren eine ernüchternde Bilanz der Gründungs- und Finanzierungsdynamik im deutschen EdTech-Bereich. In den Portfolios der führenden Investoren fanden sich damals nur sehr vereinzelt junge Bildungsunternehmen und Start-ups. Wie ist die Situation heute – hat sich etwas getan?

Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich nicht viel verändert, schon gar nicht zum Positiven. Laut aktuellem EY-Start-Up-Barometer ist zwar sowohl das Start-up-Finanzierungsvolumen insgesamt (plus 7 Prozent) als auch die Anzahl der Finanzierungsrunden (plus 22 Prozent) zwischen 2017 und 2018 angestiegen; im EdTech-Segment ist der Trend aber gegenläufig: Während 2018 gerade einmal drei „EdTechs“ mehr finanziert wurden als 2017 (14 statt 11), ging das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um satte 40 Prozent auf 43 Mio. Euro zurück. Zum Vergleich: Insgesamt wurden hierzulande in 2018 4,6 Mrd. Euro in Start-ups investiert. Allein die FinTechs konnten sich über 676 Mio. Euro Venture Capital sichern, in eCommerce-Start-ups flossen sogar über 1,6 Mrd. Euro. Nur ein Bereich rangiert in Deutschland noch hinter EdTech, nämlich „AgTech“ (Agrartechnologische Startups).

Halten wir also fest: Nicht einmal 1 Prozent der Start-up-Investitionen in Deutschland geht in junge Bildungsunternehmen! Dabei sind laut Deutschem Start-Up-Monitor von KPMG immerhin knapp 4 Prozent aller Start-ups hierzulande dem Bildungsbereich zuzuordnen. Angesichts der Verheißungen digitaler Bildungstechnologien und der breiten öffentlichen Diskussion darüber, insbesondere mit Blick auf „Digital-Pakt“ und „Schul-Cloud“, ist dies ein durchaus bedrückender Befund. Doch wie lässt er sich einordnen, erklären, begründen?

Quelle: Bertelsmann Stiftung

kmk

Digitalisierung: Empfehlungen für Hochschulen entwickelt

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in einem breit angelegten Dialogprozess Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre erarbeitet und heute verabschiedet.

Die Empfehlungen richten sich an die Länder, den Bund und an die Hochschulleitungen, die Fakultäten, die Fachbereiche und die Lehrenden selbst und sollen u.a. zur Berücksichtigung der Digitalisierung in der strategischen Gesamtentwicklung der Hochschulen, zur hochschulübergreifenden Vernetzung zur Qualitätssicherung in den Studiengängen im Hinblick auf digitale Kompetenzen und zum digitalen Austausch von Studierendendaten beitragen. Zu den Empfehlungen gehören die folgenden Zielvorstellungen:

– Die Hochschulleitung stellt sicher, dass die Digitalisierung der Hochschullehre in der strategischen Gesamtentwicklung der Hochschule auf allen Ebenen verankert ist.

– Die Hochschule schafft die organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen zur Durchführung und Unterstützung der Lehre in der digitalen Welt.

– Die Hochschulen nutzen die Chancen der Digitalisierung konsequent zur hochschulübergreifenden Unterstützung und Weiterentwicklung der Lehre.

– Die Hochschule stellt die Information, den Austausch und die Vernetzung der Lehrenden zur Weiterentwicklung digitaler Lehre sicher.

– Die Lehrenden tauschen sich in ihren Fachdisziplinen zum Einsatz digitaler Medien aus und entwickeln geeignete Konzepte zur curricularen Integration digitaler Elemente in die Lehre und neuer digitaler Lern- und Lehrformate.

– Die Hochschuldidaktik entwickelt forschungsbasierte und praxisorientierte Angebote für die digitale Gestaltung der Lehre und Konzepte zu deren Umsetzung.

– Mit der Akkreditierung von Studiengängen wird sichergestellt, dass digitale Kompetenz curricular in den Studiengängen angemessen verankert ist.

– Die Hochschulen ermöglichen durch Festlegung von Standards und Aufbau entsprechender Schnittstellen die datenschutzkonforme digitale Übermittlung von Studierendendaten zwischen Hochschulen.

Quelle: Kultusministerkonferenz (KMK)

 European Open Science Cloud (EOSC)

In den letzten Jahren haben zahlreiche politische Entscheidungsträger aus der ganzen Welt eine klare und konsistente Vision von globaler Open Science als Motor für ein neues Paradigma transparenter, datengetriebener Wissenschaft und für eine Beschleunigung der Innovation formuliert.

In Europa wird diese Vision durch ein ehrgeiziges Programm unter der Überschrift der European Open Science Cloud (EOSC) verwirklicht.

Das EOSC bietet 1,7 Millionen europäischen Forschern und 70 Millionen Fachleuten aus Wissenschaft, Technologie, Geistes- und Sozialwissenschaften eine virtuelle Umgebung mit offenen und nahtlosen Diensten für die Speicherung, Verwaltung, Analyse und Wiederverwendung von Forschungsdaten über Grenzen und wissenschaftliche Disziplinen hinweg den Zusammenschluss bestehender wissenschaftlicher Dateninfrastrukturen, die derzeit auf Disziplinen und die EU-Mitgliedstaaten verteilt sind.

Die European Open Science Cloud (EOSC) -Initiative wurde 2016 von der Europäischen Kommission als Teil der European Cloud Initiative vorgeschlagen, um eine wettbewerbsfähige Daten- und Wissenswirtschaft in Europa aufzubauen. In den Jahren 2016 und 2017 fand eine umfassende Konsultation mit wissenschaftlichen und institutionellen Interessenträgern statt. Mit einem ersten EOSC-Gipfel im Juni 2017 wurde ein Einbeziehungsprozess eingeleitet, der dazu führte, dass die EOSC-Erklärung von mehr als 70 Institutionen gebilligt wurde. Das zusammenfassende Ergebnis der Konsultation wurde im März 2018 von der Europäischen Kommission in Form eines Fahrplans für die Umsetzung des EOSC vorgelegt.

Quelle: EOSC Portal

Eine vernetzte Dateninfrastruktur als Wiege eines vitalen, europäischen Ökosystems

Daten sollen sicher und vertrauensvoll verfügbar gemacht, zusammengeführt und geteilt werden können. Das Ziel ist es, gemeinsam mit weiteren europäischen Ländern für Europa, seine Staaten, seine Unternehmen und seine Bürgerinnen und Bürger die nächste Generation einer vernetzten Dateninfrastruktur zu schaffen, die den höchsten Ansprüchen an digitale Souveränität genügt und Innovationen fördert.

Das „Projekt GAIA-X“ sieht die Vernetzung dezentraler Infrastrukturdienste, insb. Cloud und Edge-Instanzen, zu einem homogenen, nutzerfreundlichen System vor. Die daraus entstehende vernetzte Form der Dateninfrastruktur
stärkt sowohl die digitale Souveränität der Nachfrager von Cloud Dienstleistungen als auch die Skalierungsfähigkeit und Wettbewerbsposition
uropäischer Cloud-Anbieter.

Die vernetzte Dateninfrastruktur ist:

Dezentral: „Projekt GAIA-X“ vernetzt zentrale und dezentrale Infrastrukturen zu einem homogenen System.
Sicher, vertrauenswürdig und souverän: Ziel ist die Schaffung eines modular aufgebauten, sicheren, vertrauenswürdigen und nutzerfreundlichen Verbundsystems von bestehenden Cloudanbietern und deren Angeboten, das den souveränen Umgang mit Daten und Anwendungen (Algorithmen) gewährleistet.
Transparent: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen profitieren von Markttransparenz, breitem Zugang zu maßgeschneiderten Angeboten und den daraus resultierenden Handlungsoptionen.
Offen: Die Dateninfrastruktur basiert auf einem Open Source-Ansatz.
Basis eines Ökosystems: Das auf Grundlage der Infrastruktur entstehende Ökosystem stärkt sowohl die digitale Souveränität der Nachfrager von Cloud-Dienstleistungen als auch die Skalierungsfähigkeit und Wettbewerbsposition europäischer Cloud-Anbieter. Es befördert Innovationen und ermöglicht einen einfachen Zugang zu neuen digitalen Technologien.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Digitale Netzwerke / Virtuelle Hochschulen

Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HDN BW)

Das Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND BW) ist ein vom Land Baden-Württemberg geförderter Verbund der staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs. Das Netzwerk dient der Realisierung hochschulartenübergreifender Digitalisierungsvorhaben der Mitgliedshochschulen.

Zur Steigerung der Qualität der Lehre betreibt das HND BW den hochschulartenübergreifend koordinierten Auf- und Ausbau des Angebotes an digitalen Lehr- und Lernformaten sowie digitalen Diensten zur Unterstützung von Studium und Lehre. Hierzu fördert das Netzwerk den Austausch zwischen den Stakeholdern im Bereich Digitalisierung der Lehre und vertritt die Interessen und Belange der staatlichen Hochschulen des Landes Baden-Württemberg gegenüber Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Das HND BW unterstützt die staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs in länderübergreifenden Initiativen und Veranstaltungen. Es wirkt auf die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandortes Baden-Württemberg hin.

Das HND BW verfolgt im Wesentlichen folgende Zielsetzungen:

– die Generierung einer hochschulartenübergreifenden E-Learning-Strategie,
– den Aufbau, bzw.die flächendeckende Stärkung lokaler Service-Einrichtungen,
– Etablierung einer landesweiten Serviceeinrichtung für Dienstleistungen im Bereich Digitale Lehre,
– die Schaffung von Anreizstrukturen für Lehrende für den Einsatz digital gestützter Lehrformate,
– landesweiter Auf- und Ausbau von Qualifizierungsangeboten für den Einsatz digitaler Lehrformen,
– die Schaffung einer Anlaufstelle für Rechtsberatung zur Verwendung digitaler Lehrmaterialien,
– eine kooperative und damit synergetische Weiterentwicklung der E-Learning-bezogenen IT-Infrastrukturen,
– die Ausweitung hochschulübergreifender Studienprogramme (MOOCs, OER).

Quelle: Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND BW)

Virtuelle Fachhochschule (VFH)

Der VFH-Verbund wurde am 30. April 2001 gegründet und ist aus dem Bundesleitprojekt Virtuelle Fachhochschule hervorgegangen, in dem von 1999 bis 2003 die ersten Online-Studiengänge entwickelt wurden. Derzeit gehören dem Verbund 13 deutsche Hochschulen aus mehreren Bundesländern sowie eine Hochschule aus der Schweiz an.

Im Rahmen des Hochschulverbundes Virtuelle Fachhochschule (VFH) werden die akkreditierten Online-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Regenerative Energien, interprofessionelle Gesundheitsversorgung und Industrial Engineering angeboten. Der Verbund ist für die Erweiterung des Studienangebotes offen.
In den Online-Studiengängen werden interaktive, multimediale Lernmaterialien und modernste Kooperations- und Kommunikationsmedien zur Umsetzung zeitgemäßer Lernszenarien im Internet genutzt. Mit dem klassischen Fernstudium hat dies nur noch wenig gemein.

Innerhalb des Hochschulverbundes werden die Online-Studiengänge länderübergreifend nach einheitlichen Studienplänen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Vorschriften weitestgehend identischen Studien- und Prüfungsordnungen durchgeführt. Die Einschreibung erfolgt an den jeweiligen Hochschulstandorten nach Wahl der Studierenden.

Beuth Hochschule für Technik Berlin
Fernfachhochschule Brig, Schweiz
Technische Hochschule Brandenburg
Frankfurt University of Applied Sciences
Fachhochschule Kiel
Technische Hochschule Lübeck
Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
Jade Hochschule Wilhelmshaven/ Oldenburg/ Elsfleth
Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Hochschule Bremerhaven
Hochschule Emden/ Leer
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Alice Salomon Hochschule Berlin

Quelle: Virtuelle Fachhochschule (VFH)

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